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Havanna - hier wird Salsa getanzt!


CD-Besprechung

»Africando

Martina

Juni 2003 - Exil Music

CD-Review von

4 Punkte: Ein Muss!!
CD-Cover: Martina

 

 

CD-Cover: Martina

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In New York entstand der Begriff Salsa - die Geburtshelfer Mambo, Son und ChaChaCha kamen aus Kuba. Dies ist heute noch Anlass vieler teils heftiger Dispute, wem wir denn nun die Salsa zu verdanken haben. Wie war das noch: Wenn 2 sich streiten, steht der dritte cool daneben und lächelt nur. Über lauter Kuba- und New York-Rufen auf die Frage nach den Wurzeln wird häufig vergessen, wo die Rhythmen wirklich herkommen. Afrika!

Ein Afrikaner namens Bonga Maiga vereint alle 3 oben genannten Wurzeln perfekt. Er selbst kommt vom schwarzen Kontinent ( Mali ), lebte 10 Jahre (1963 - 73) in Kuba, wo er u.a. Musik studierte und bei vielen Formationen spielte. Genial und folgerichtig war dann 1992 seine Idee, afrikanische Musiker mit Musikern und Produzenten der Szene in der mittlerweile zur Hauptstadt der Salsa avancierten Metropole New York zusammenzubringen. Aber nicht nur das. Im gelang es auch, für die 5. CD BeTeCe viele Top-Stars der afrikanischen Musikszene für das Projekt zu gewinnen , so dass die Gruppe ihrem Namen ( Africando bedeutet in einem senegalisischen Dialekt: Vereintes Afrika ) vollends gerecht wurde. So sehen das auch die Afrikaner. Durchweg alle sind stolz auf ihre Salsa-Band, die zur Zeit zu den führenden Salsa-Orchester der Welt gezählt werden darf.

Es gibt sie jetzt nun also schon seit über 10 Jahren und sie wurden von CD zu CD immer besser! Unzählige Hits säumen Ihren musikalischen Weg , man denke nur an 'Yay Boy', 'Gombo', 'Aisha', 'BeTeCe' oder 'Sey'. Auch mit Ihrer neuen CD 'Martina' haben sie es wieder geschafft, mich voll zu überzeugen!

Ihre Markenzeichen , der 'erdige' Sound der Bläsersektion und die sehr melödiöse Art zu Singen, sind auch auf der neuen CD erhalten geblieben. Hinzugekommen sist eine Geige. Gar nicht schlecht.

Die meisten Titel haben nicht das Tempo, wie auf der Vorgänger-CD 'BeTeCe' sind aber sehr rhythmisch und laden alle zum Tanzen ein. Besonders schön: Der Clave wurde in vielen Titeln sehr stark betont und auch ab und an in den Vordergrund gemischt. Und das ist es ja , was Salsa ausmacht! Clave pur zum Beispiel beim Opener 'Lindas Africanas' im hinteren Instrumentalteil ( im Conga und Timbales - Solo ).

Beim ersten Durchhören fiel mir auf, dass die ganze CD wieder sehr homogen wirkt. Keine grossen 'Hänger'. Viele Ohrwürmer. Musikalisch auf allerhöchstem Niveau. Ein Klangteppich wird entfaltet, auf dem es sich wunderbar dahintanzen lässt, auch wenn man die meisten Texte nicht versteht. Es wird wieder überwiegend in den Heimatsprachen und -dialekten der Musiker gesungen. Mit Musiker meine ich übrigens Lead-Sänger. Die übrigen Bandmitglieder kommen aus aller Herren Länder - nicht nur aus Afrika. Wie überhaupt das ganze Projekt 'globalisiert' wurde. Die Aufnahmen zu 'Martina' wurden in Dakar, New York und Paris gemacht.

Besonders zu erwähnen auf der neuen CD wäre der erste Titel 'Lindas Africanas' ( eine Anleihe von Tres lindas cubanas ). Fängt wie eine Charanga an ( Geigen, Querflöten ) und steigert in den nächsten Minuten zwar nicht das Tempo aber die Intensität. Sehr schöne Soli sind gegen Ende von der Geige sowie Congas und Timbales zu hören. Beeindruckend! Die 7 Minuten dieses Stückes sind in keinem Moment langweilig.

Die treibenden Posaunen-Riffs in Title 2 'Temedi' erinnern mich vom Sound her stark an die letzte El Canario CD. Sicherlich ist dieser Titel ein Tanzpisten-Hit-Anwärter. Auch beim Anfang des 6. Titel 'Azo Nkplon' dachte ich spontan an Canario :-). Übrigens mit fast 100 BPM einer der schnelleren Titel der CD - die meisten anderen Titel bewegen sich alle so um den tänzerfreundlichen Bereich von 90 BPM. Whow. Kurios die Geige, die man hier durch die 'Tonmeistermangel' gedreht hat. Und immer wieder die starke Clave, die die Tänzer treibt!

Das auch langsame Salsa so richtig gut sein kann, beweisen sie mit dem 7. Titel 'Tiembela'. Schönes Tres - Solo in der Mitte! Und hatte ich schon die Clave erwähnt :-) Auch der von Joe King ( Neueinsteiger bei Africando ) gesungene Titel 'Abibou' ( Nr. 9 ) gefällt mir ausnehmend gut. Wegen den treibenden Posaunen in der Mitte und wegen - ja wegen der Clave :-)) Denselben Titel gibt es übrigens nochmal auf der CD ( Nr. 4 ) in einer afrikanischen Sprache.

Fazit: Sie haben sich wieder selbst übertroffen! Klasse CD von Africando! Die grosse Frage: Warum heisst die CD Martina??


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Und hier die Titel und Komponisten

No. Titel Komponist Zeit
1 Lindas Africanas 07:40
2 Temedi 05:17
3 Lote Lo 05:14
4 Abibou 05:32
5 Fouta Tooro 05:07
6 Azo Nkplon 05:10
7 Tiembela 04:06
8 Dioumte 05:21
9 Abibou 05:32
10 Reference 04:39
11 El que te ama siempre 04:55

Diese Kritik gibt nur die subjektive persönliche Meinung des Autors wieder. Wollt Ihr mir Eure Meinung mitteilen oder habt Ihr Tips für zukünftige CD-Besprechungen?
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