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... alles über Salsa in Berlin!
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CD-Besprechung
Rhythms Del Mundo - unter diesem Namen sind bisher 2 CDs erschienen. Und die Idee ist an sich gar nicht so schlecht. Man nehme bekannte Pop-Songs und mache Salsa, Cha Cha oder Son daraus. Die deutsche Version haben wir sogar letztes Jahr schon einmal unter »Rhythms Del Mundo Aleman besprochen. Nun gibt es den 3. Teil der Reihe und von den Marketing Leuten wird vorgegeben, dass hier Klassiker der Pop-Geschichte im Sound des Buena Vista Social Club neu aufgenommen wurden. Das mit den Klassikern stimmt. Das mit dem Sound des Buena Vista Social Club nicht! Ich bin zwar kein Freund dieses Buena Vista Social Clubs, aber eines muss man den alten Männern lassen: Sie haben den Son Cubano wieder populär gemacht. Aber die hier vorliegende CD hat nichts, wirklich gar nichts mit den alten Männern des Son zu tun. Denn wie sagte die grosse Salsa-Diva »Celia Cruz einmal: "Sin clave no hay Son ..." Ohne die Clave geht gar nix! Es reicht eben nicht, nur mal eben eine Conga oder ein paar Maracas in das Arrangement mit aufzunehmen. Der typische Son- (oder auch Salsa-) Sound entsteht erst durch den Clave-Rhythmus. Und den habe ich in fast keinem der hier vorgestellten Lieder wiedergefunden (Ausnahme evtl. Bohemian Rhapsody). Die Cha Cha auf der Cd sind zwar erkennbar, aber klar ist der Rhythmus nicht ( z.B. I Heard It Through The Grapevine oder noch schlimmer: Under The Boardwalk ). Salsa oder Son nach der Musik dieser CD zu tanzen ist fast unmöglich. Was bleibt sind teils hilflose Versuche, wieder einmal Kapital aus grossartigen Pop-Songs zu schlagen. Bei manchen Songs nervt neben dem fehlenden Rhythmus auch noch der Gesang, der so gar nicht zu den grossartigen Originalen passen will. Ganz furchtbar wie mit einem meiner Lieblingssongs aus meiner frühen Jugend umgegangen wird: Hotel California - die Killers leisten hier wirklich das, wofür ihr Name steht. Hätten sie es doch lieber gelassen! Da hilft es dann auch nix, neben vielen unbekannten auch tolle Künstler wie Amy Winhouse auf die CD zu packen ... Originell ist es vielleicht »Eros Ramazotti mal spanisch singen zu hören ... aber auch hier gilt: Was soll das denn für ein Rhythmus sein? Trotz allem: Die Idee mit den Latino-Versionen von grossartigen Pop-Songs ist so dumm nicht. Man denke an »Alex Wilson mit Ain't nobody. Auch Merengada's Version von No Woman No Cry war ein Salsa-Dancefloor-Hit. Oder Part Time Lover von Salsa-Legende »Bobby Valentin! Und und und ... es gibt unzählige Beispiele ... aber keine dieser grossartigen Salsa-Versionen findet sich auf dieser CD ... das ist schade! Fazit: Das Konzept klingt verlockend, wurde aber schlecht umgesetzt. Ich rate vom Kauf dieser CD ab. Vorhören und als MP3 downloaden: Und hier die Titel und Komponisten
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